Wir nehmen’s leicht – mit dem KUKA omniMove Kolosse jonglieren

Von Denise Ebenhoech

Wenn die Hersteller in der Luft- und Raumfahrt und im Schienenverkehr heute in großen Fabriken Teile von einer Produktionsstation zu anderen transportieren, dann tun sie das nicht mit Rollwägen. Stattdessen transportieren Fahrerlose Transportsysteme (AGV), wie die omniMove-Plattformen von KUKA, Teile, die bis zu 100 Tonnen wiegen und 32 m lang sein können. Mit ihren omnidirektionalen Rädern bewegen sich diese wendigen KUKA AGVs nicht nur vorwärts und rückwärts, sondern auch seitwärts und diagonal und benötigen weniger Platz als andere mobile Transportsysteme – und sie brauchen keine Schienen oder Leitlinien mehr, die ihnen sagen, wo es lang geht.

Mecanum-Rad sorgt für die notwendige Beweglichkeit

Die omnidirektionale Antriebstechnologie der omniMove-Plattformen von KUKA basiert auf dem Mecanum-Rad, das mit seiner 360°-Bewegung für unbegrenzte Manövrierfähigkeit sorgt und die Fahrzeit im Vergleich zu anderen Transportmitteln verkürzt. Die mit Elektromotoren angetriebenen Räder bestehen in der Regel aus zwei Felgen und neun tonnenförmigen Rollen, die sich unabhängig voneinander bewegen. Diese Fahrerlosen Transportplattformen nehmen direkte Wege, auch auf engem Raum, und können Teile für alles Mögliche transportieren, von Flugzeugen und Satelliten bis hin zu Turbinen und Zügen.

Mit speziell entwickelten Rädern bewegt sich die mobile Schwerlastplattform in alle Richtungen – auch aus dem Stand heraus – millimetergenau.

Dazu gehören auch riesige Flugzeugrumpfteile, die der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus auf KUKA omniMove-Plattformen in seiner Hamburger Produktionsstätte transportiert. Das Gebäude ist so groß wie ein Fußballfeld, aber die Fahrerlosen Transportsysteme manövrieren millimetergenau selbst in engen Bereichen, die mit Arbeitsstationen und anderen riesigen Teilen gefüllt sind.

Navigationslösung für selbstständige mobile Roboter

Sicherheit ist bei Fahrerlosen Transportsystemen oberstes Gebot. In einfacheren Anlagen werden sie von Mitarbeitenden manuell bedient oder die Fahrzeuge folgen optischen Leitlinien auf dem Boden. Bei der autonomen Navigation von KUKA hingegen überwachen Laserscanner die Umgebung jeder Plattform und machen feste Leitsysteme überflüssig.

Jede Transportplattform durchläuft bei der Inbetriebnahme einen manuellen Einlernprozess, bei dem sie durch die Anlage gefahren wird, um alles bis zu 15 cm über dem Boden zu „sehen“. Dieser Lernprozess erzeugt und speichert eine 2D-Karte für die Navigationssoftware, die es der Anlage ermöglicht, die Fahrt der Fahrzeuge zu definieren. Die modulare Software KUKA.NavigationSolution arbeitet unabhängig vom Plattformprodukt und sorgt für eine intelligente Navigation, die Kollisionen oder Sackgassen verhindert, ohne dass künstliche Leitmarkierungen erforderlich sind.

Da die Hersteller verschiedene Automatisierungssysteme integrieren, um ihre Prozesse zu beschleunigen, fehlt vielen dieser Anlagen die Flexibilität, um sie für den Einsatz in einem anderen Bereich der Anlage umzukonfigurieren. Schienenbasierte Systeme können besonders kostspielig, komplex und zeitaufwändig sein, wenn eine Zelle den Prozess oder die Werkzeugmaschine wechselt, ganz zu schweigen vom Standort.

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Die omniMove-Plattformen von KUKA können jedoch so programmiert werden, dass sie überall dort eingesetzt werden können, wo sie benötigt werden, und lassen sich ohne komplexe Neukonfiguration in neue Anwendungen verlagern. Mit ihrer völligen Bewegungsfreiheit sind sie die ultimativen Assistenten in einer Welt der großen, schweren und wertvollen Teile.

Warum mobile Roboter auch extrem attraktiv für die Fabrik der Zukunft sind erfahren Sie im Blogartikel „Mobile Robotersysteme sind ein Quantensprung in der Evolution von fahrerlosen Transportfahrzeugen.“.

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