Applikation für den Ultraschall-Scan mit dem LBR iiwa

Schneller und präziser: Wie Robotik hilft, Krebsdiagnostik zu verbessern

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in der EU. Für eine eindeutige Diagnose müssen Gewebeproben entnommen und auf bösartige Tumorzellen untersucht werden. Der Einsatz des KUKA Roboters LBR Med hilft, Biopsien schneller und präziser durchzuführen.

Gegenwärtige Methoden der Brustkrebsbiopsie

Bislang wird für die Entnahme wird das betroffene Gewebe mit bildgebenden Verfahren gefunden und anvisiert. 50 Prozent der Gewebeknoten können mit gängigen Ultraschallgeräten nicht sichtbar gemacht werden. In solchen Fällen müssen Radiologen auf die Magnetresonanztomografie zurückgreifen. Das Verfahren verfügt über eine herausragende Bildqualität, um schlecht sichtbare Knoten aufzuspüren. Während der Tomografie kann allerdings keine Nadel inseriert werden.

Neues Diagnoseverfahren für Brustkrebspatienten

Wissenschaftler aus den Niederlanden, Italien, Deutschland und Österreich wollen die Diagnostik schneller und präziser machen und forschen gemeinsam im im EU-geförderten Projekt MURAB.„Das MURAB-Projekt hat die Ambition, die Präzision und Effektivität der Biopsie-Sammlung für krebsdiagnostische Operationen drastisch zu verbessern“, heißt es auf der Webseite.

 

Das EU-Forschungsprojekt MURAB, „MRI – and ultrasound robotic assisted biopsy“ setzt sich für eine bessere Krebsdiagnostik ein.

Im Forschungsprojekt verbindet der KUKA Roboter LBR Med die hohe Präzision von MRT-Scanning mit der Praktikabilität des Ultraschalls. Über die Magnetresonanztomografie werden zunächst die Stellen ausfindig gemacht, die mit einer Biopsie behandelt werden müssen. Im Anschluss wird der Roboterarm des LBR Med mit einem intelligenten Ultraschall ausgestattet.

Durch autonomes Abtasten erstellt der Roboter ein Ultraschallbild und speichert seine Positionsdaten. Die Ultraschallmessungen und die MRT-Daten werden übereinandergelegt. So kann der Roboterarm den Zielbereich finden und die Biopsie-Nadel an die gewünschte Stelle steuern. Während der Roboter die richtige Position hält, inseriert der Radiologe die Nadel manuell und entnimmt Gewebeproben.

Weitere Einsatzmöglichkeiten?

Mit herkömmlichen Screening-Techniken werden in 10-20 Prozent der Fälle Brustkrebs-Patienten fälschlicherweise als gesund diagnostiziert. Die neue MURAB-Technologie verbindet die Sensitivität von MRT und die Geschwindigkeit des Ultraschalls, was eine frühere und genauere Diagnose von herausfordernden Knoten ermöglicht. Schlussendlich soll die Technologie bei der Diagnostik weiterer Krankheiten zum Einsatz kommen.

 

 

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