Rob, der Baumeister

Roboter verändern die Arbeit – aber nicht nur in klassischen Industriezweigen wie der Automobil-, Werkzeugmaschinen- oder Kunststoffbranche. Für die Bundesgartenschau 2019 fertigten zwei KUKA Roboter innovative Bauteile in Holzleichtbauweise und betätigten sich in einem noch wenig automatisierten Gebiet: der Bauindustrie. Doch damit waren die Robo-Baumeister nicht die einzige Ausnahme in dieser Branche.

Höchste Präzision

Ein Seeigel aus Holz, gefertigt von einem Roboter: Für die Bundesgartenschau 2019 in Schwäbisch-Gmünd frästen Roboter der KR FORTEC Serie Bauplatten aus 50 Millimeter starken Buchenplatten.

Daraus entstand ein Pavillon, der dem Plattenskelett eines Seeigels nachempfunden war. Die innovativen Bauteile in Holzleichtbauweise passten dank der präzisen Schnitte der beiden KUKA Roboter vom Typ KR 500 FORTEC perfekt ineinander – ein großer Schritt zu mehr Automatisierung in der Holzbaubranche.

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Bauen wie gedruckt

Ohne Pause, dafür mit immer gleichbleibender Kraft, fertigte in der französischen Stadt Nantes 2018 ein 3D-Drucker ein komplettes Haus.In lediglich 54 Stunden entstanden in dem einstöckigen Gebäude fünf Zimmer auf 95 Quadratmetern komplett ohne menschliches Zutun. Nur beim Dach und bei den Fenstern mussten noch Handwerker ran.

Neben der deutlich geringeren Bauzeit als bei herkömmlicher Bauweise sparten die Verantwortlichen auch Budget: Das ganze Haus kostete nach eigenen Angaben nur 195.000 Euro.

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Stein auf Stein

Mit einer Ausdauer, von der Marathonläufer nur träumen können, legt der australische Roboter „Hadrian X“ Stein auf Stein. Und das enorm schnell: 1.000 Steine soll er in einer Stunde schaffen. So kann man dem Haus buchstäblich beim Wachsen zusehen.

Ein Förderband im Inneren des automatisierten Bauhelfers bringt die Steine zu seinem 30-Meter-langen Arm. Statt Mörtel zwischen die einzelnen Steine zu streichen, nutzt der Roboter Steinkleber und legt die einzelnen Teile dann gleichmäßig und exakt nebeneinander und aufeinander.

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Kräftiges Kerlchen

Er greift sich eine Trockenwand, läuft mit ihr zum dafür vorgesehenen Rahmen, setzt sie ein und bohrt sie fest. Hält. Schon folgt die nächste Wand. Der japanische Roboter HRP-5P ist dem Menschen nachempfunden, hat einen Kopf, zwei Arme, zwei Beine – und arbeitet mit einem Vielfachen an Kraft und Präzision.

Dank seiner Kameras und Sensoren kann das kräftige Kerlchen sogar Regale montieren – nur die Deko dafür muss der Mensch noch selbst aussuchen.

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Faserige Angelegenheit

Bauen mit Schwarmintelligenz: Die 16 Fiberbots des Massachusetts Institute of Technology ahmen Insekten wie Bienen, Ameisen oder Spinnen nach. Sie arbeiten gemeinsam an High-Tech-Fasern und bauen damit Gebilde. Über Schläuche ziehen sich die Fiberbots harzgetränkte Fäden aus einem Behälter, wickeln sie um ihren Arm und lassen das Harz durch eine integrierte UV-Lampe austrocknen.

Nach und nach entstehen so widerstandsfähige Skulpturen aus bis zu 4,5 Meter hohen Faserröhren, die theoretisch auch für Bauprojekte eingesetzt werden können. Apropos Fasern: Auch ein KR210 R3100 QUANTEC von KUKA hat für die Bundesgartenschau 2019 an einem Pavillon aus Glas-und Kohlefasern mitgewirkt.

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