Prozessorientierte Dokumentation für Industrie 4.0

Bedienungsanleitungen, Sicherheitshinweise, Stücklisten: Dokumente enthalten wichtige Informationen und müssen schnell vorliegen, wenn sie gebraucht werden – gerade in der Industrie mit ihren komplexen Maschinen und Robotern. Wie lässt sich die Dokumentation eines Maschinenparks verknüpfen und automatisieren?

Vier Jahre untersuchten KUKA Konzernforscher gemeinsam mit Automatisierungsspezialisten von ISRA Surface Vision, der dictaJet Ingenieurgesellschaft und der Hochschule Darmstadt im Projekt ProDok 4.0 die Dokumentationsprozesse der Zukunft.

Einfachere Bedienung und Wartung mit der richtigen Dokumentation

In einem prozessorientierten Dokumentationssystem werden Maschinendaten formatunabhängig miteinander verknüpft. So wird der Nutzer die gewünschte Information schneller finden als zuvor. Vereinfacht werden dadurch zum Beispiel die Bedienung und die Wartung von Maschinen.

„KUKA hat im Rahmen des Projekts nach einer Verbindung gesucht, mit der Roboter mit bereits gesammelten Informationen aus der KUKA-eigenen Wissensdatenbank KUKA Xpert verknüpft werden“, erzählt der KUKA Projektverantwortliche Dr. Daniel Braun.

Tritt ein Problem auf, so erkennt die Roboterapplikation eigenständig die möglichen Fehlerursachen anhand von aufgezeichneten Daten. Der Benutzer muss nur noch aus den vorgeschlagenen Lösungen die geeignete auswählen. Das reduziert den Rechercheaufwand und der Roboter kann schnellstmöglich weiterproduzieren.

Lösungen schneller finden mit Roboter-Analyse

Für eine automatisierte Fehleranalyse werden zuallererst bekannte Probleme modelliert. Bei einer Fehlermeldung durchsucht der sensitive KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa die modellierten Informationen. Findet er in der Datenbank Problemstellungen, die mit dem eben eingetretenen Fehler übereinstimmen, so listet er die möglichen Problemursachen mit den dazugehörigen Lösungsansätzen auf. Der Benutzer wählt schließlich die passende Problemstellung aus und behebt den Fehler.

„Das Ziel, schneller eine Verbindung zu den Dokumentationen herzustellen, haben wir erreicht und die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern lief sehr gut“, resümiert Dr. Daniel Braun. So können digitale Lösungen dabei helfen, selbst in komplexesten Industrieprozessen den Überblick zu bewahren.

 

 

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