Künstliche Intelligenz, hybride Teams und die Schuhproduktion von morgen: Ein Marktplatz rund um neue Technologien

Neue Technologien verändern die Industrie, Produktionslandschaften werden zunehmend komplexer und Netzwerke damit wichtiger denn je. Regionale Plattformen wie der KUKA Marktplatz Robotik & Automation, zu dem KUKA Systempartner und Integratoren eingeladen hatte, bieten Austausch – und öffnen Teilnehmern neue Perspektiven.

Hochkomplexe Technologien und schnelle Entwicklungen in der digitalen Welt können heute über den Unternehmenserfolg von morgen bestimmen. Um im Dickicht der Entwicklungen nicht den Überblick zu verlieren, gewinnen Allianzen und Austausch an Bedeutung. „Mit dem Marktplatz Robotik & Automation wollen wir jetzt und in Zukunft eine Plattform bieten, in der wir mit den Teilnehmern – aber vor allen Dingen auch die Teilnehmer untereinander – Themen aus unserer Branche diskutieren, Gleichgesinnte aus der Region kennenlernen und strategische Partnerschaften schließen können“, erklärt Gerald Dießelberg. Der Leiter der KUKA Niederlassung Nord hat die Veranstaltung ins Leben gerufen.

Formate wie der Marktplatz Robotik & Automation bieten zahlreiche Möglichkeiten

 

Schnittmenge von Robotik und Künstlicher Intelligenz

Dabei wird auch der Austausch zwischen Industrie und Forschung wichtiger. „Lernende, mitdenkende Roboter und Automatisierungssysteme werden in der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen“, sagte Dr. Rainer Bischoff, Leiter der KUKA Konzernforschung, und berichtete über ein aktuelles Forschungsprojekt.

Mit Kameras ausgestattete Roboter werden mittels Versuch und Irrtum darauf trainiert, unbekannte Gegenstände zu greifen. Auch das Sortieren von sehr ähnlichen Gegenständen kann dem Roboter beigebracht werden: Dazu legt man ihm zunächst Objekte vom Typ A vor und bestimmt durch Berühren des Roboters an einer Seite, in welche Richtung diese Teile abgelegt werden sollen.

Ein KUKA Roboter mit Kamerasystem beim „Griff in die Kiste“

 

Anschließend nimmt man denselben Ablauf mit Objekten vom Typ B und Berühren des Roboters an seiner anderen Seite vor. Werden dem Roboter nun Objekte der Varianten A und B gemischt vorgelegt, so kann er sie entsprechend der gelernten Vorschrift zur richtigen Seite sortieren. „Je intelligenter Robotersysteme werden, desto leichter können sie programmiert und eingesetzt werden“, erklärte Bischoff.

Dennis Mronga, Team Leader Terrestrial Robotics am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) untersucht, wie Menschen und Roboter hybride Teams bilden und in der Fabrik der Zukunft eingesetzt werden können. Beim Marktplatz Robotik und Automation berichtete er, wie in solchen hybriden Teams intelligente, kollaborative Roboter zu kooperativen Partnern der Werker werden können.

Zukunftsvisionen und Schuhproduktion

Christian Decker, Geschäftsführer der Desma Schuhmaschinen GmbH, berichtete aus Sicht eines Maschinen- und Anlagenbauers über die Schuhproduktion von morgen. Diese wird sich seiner Meinung nach dadurch auszeichnen, dass die Produzenten im Rahmen ihrer Massenproduktion auf individuelle Kundenwünsche eingehen – ein Szenario, das sich nur mithilfe von Automatisierung umsetzen lässt.

Solche komprimierten Einblicke in Forschung, Industrie und Produktion kamen bei den Teilnehmern gut an. „Wir möchten den Marktplatz Robotik & Automation zu einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe auszubauen“, so Dießelberg.

 

 

Quelle Titelbild: iStock/ dem10

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