Mensch Roboter Kollaboration

Realität statt Science-Fiction: eine besondere Themenwoche

Sind Sie Science-Fiction Fan? Falls ja, haben Sie sicher Bilder im Kopf, wie die Zukunft der Robotik aussieht: intelligente Maschinen, die wie Menschen aussehen und überall im Alltag mitarbeiten. Aber wie real ist diese Vorstellung?

Logo European Robotics Week

Das Ziel der alljährlichen „European Robotics Week“ ist es, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen und realistisch darzustellen, was Robotik eigentlich alles kann – und was nicht. Die Themenwoche, die der europäische Verband euRobotics ins Leben gerufen hat, verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit über das Thema Robotik zu informieren, Ängste zu nehmen und Vorurteile zu bekämpfen – und  Kinder und Jugendliche für Robotik und Technik zu begeistern. Mit mehr als 1.300 Events in über 41 Ländern hat die diesjährige europäische Robotik-Woche alle Rekorde gebrochen. Und das sogar über die Grenzen Europas hinweg, beispielsweise in Lateinamerika und Asien.

Aber wo steht die Robotik denn aktuell?

Das in Europa am stärksten automatisierte Land ist Deutschland. Die Entwicklung neuer Technologien fokussiert sich laut dem internationalen Robotikverband IFR dabei auf mehrere Kernbereiche. So soll die reale Welt immer mehr mit der digitalen Welt vernetzt werden – Stichwort: Industrie 4.0. Vernetzung soll es Robotern auch ermöglichen, selbstständig zu lernen.

Ein weiteres wichtiges Feld ist die Benutzerfreundlichkeit von Robotern. Langfristig muss Automatisierung auch für klein- und mittelständische Unternehmen rentabel sein. Dafür müssen sie in der Lage sein, auch ohne große Programmierkenntnisse und speziell ausgebildete Fachkräfte Roboter einzusetzen.

Mensch-Roboter-KollaborationNach wie vor ist auch die Mensch-Roboter-Kollaboration ein Kernpunkt. Kunden verlangen nach individuellen, flexiblen Lösungen. Das ist nur möglich, wenn der Mensch nah am Roboter und sogar mit ihm arbeiten kann. Und nicht nur in der Produktion – auch in der Medizin kann die Präzision eines Roboters Ärzte unterstützen und so Menschenleben retten. Und sogar im Einzelhandel könnten Roboter in Zukunft Mitarbeiter entlasten und ihnen unergonomische Arbeiten abnehmen.

Viele weitere Beispiele zu aktuellen Forschungsprojekten finden Sie auch auf der KUKA Website.

Aber zurück zum Bild der humanoiden, also der menschlich aussehenden Roboter. Was hierzulande noch wie Zukunftsmusik klingt, ist in Ländern wie Japan schon Realität. Das Land bezeichnet sich selbst als Roboter-Supermacht. Und das aus gutem Grund: die Geburtenraten schrumpfen, während die Gesellschaft überaltert – und zwar so schnell wie in keiner anderen Industrienation. Eine Lösung muss her und die heißt Robotik.

Pflegeroboter oder humanoide Roboter sind dort schon Realität. Das liegt auch an der großen Akzeptanz der Japaner. Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen hat hier keiner. In Japan herrscht quasi Vollbeschäftigung. Woran das liegt? Roboter werden nur dort eingesetzt, wo es Sinn macht und wo sie den Menschen unterstützen können. Und eigenständige Roboter, die uns Menschen verdrängen wollen, helfen schließlich keinem.

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