Gesund leben – mit Roboter-Unterstützung

Auf der Fachmesse MEDICA trifft sich jedes Jahr im November die Welt der Medizin, um über den Gesundheitsmarkt von morgen zu diskutieren. Auch KUKA zeigt auf der Medica neueste Robotik-Anwendungen – und feiert eine Premiere.

KUKA Roboter erfüllen die hohen Anforderungen der Medizinbranche und werden als Teil von Medizinprodukten für verschiedenste medizintechnische Anwendungen eingesetzt, von minimal-invasiver Chirurgie bis hin zur Strahlentherapie. In diesem Jahr wird zum ersten Mal der KUKA Innovation Award auf der Medizintechnik-Messe verliehen. Denn KUKA wählte erstmals ein Gesundheitsthema für seinen Innovationswettbewerb. Unter dem Motto „Healthy Living“ reichten Bewerber aus der ganzen Welt ihre Ideen ein. Die besten fünf Konzepte zeigt KUKA auf der Medica. Wir haben uns das Thema Robotik und Medizin einmal genauer angeschaut:

Erstmals findet der Innovation Award unter dem Motto „Healthy Living“ statt. Warum ist Robotik und Automation im Gesundheitswesen ein Thema?

Die Menschen in den Industrienationen werden immer älter, es mangelt an Fachkräften und das Pflegepersonal ist überarbeitet: Diesen Herausforderungen müssen sich sämtliche Bereiche der Gesundheitsbranche stellen. Neue Kon­zepte sind nötig, um auch in Zukunft die umfassende Versorgung einer immer älteren Gesellschaft sichern zu können. Dazu gehören effizientere Abläufe, denn die Anforderungen an Qualität und Dokumentation steigen. Zudem muss das Personal entlastet werden, damit Schwestern, Pfleger und Ärzte wieder mehr Zeit für die Patienten haben. Eine Lösung ist Automatisierung, um Effizienz zu steigern und Personal zu entlasten.

Werden Roboter den Arzt oder den Pfleger ersetzen?

Das ist nicht absehbar, es geht um die Assistenz des Menschen. Roboter können den Arzt oder Therapeuten unterstützen, für eine bessere, auf den Patienten zugeschnittene Behandlung. Doch es gibt auch Herausforderungen: Roboter werden zwar immer flexibler und mehr und mehr an die Medizin angepasst, aber dieser Bereich ist auch sehr komplex. Jeder Mensch ist anders. Hier können Prozesse nicht so standardisiert werden wie in der Industrie.

Auf der Medizinmesse Medica wird der Sieger des Innovation Award 2019 gekürt. Und die Bewerbung für den Innovation Award 2020 läuft bereits – auch hier steht wieder ein Medizin-Thema im Fokus. Wer kann sich bewerben?

Der Wettbewerb steht der gesamten Robotik-Forschungsgemeinschaft (einschließlich Unternehmen) offen. Dazu gehören Forscher und Entwickler sowie Forschungsteams. Interessiert? Alle Details gibt es hier zusammengefasst – durchlesen, bewerben.

Welche Konzepte haben besonders gute Chancen?

Ein wichtiges Kriterium ist das Innovationspotenzial: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Technologien tatsächlich zur Anwendung kommen? „Unsere Auswahlkriterien sind Expertise, klinische Machbarkeit und das Potenzial der Technologie. Bei letzterem Kriterium bewerten wir aber auch, ob die Technologie über das hier untersuchte medizinische Applikationsfeld hinaus eingesetzt werden kann“, sagt Rainer Bischoff, Leiter der KUKA Konzernforschung im Gespräch mit der Redaktion von medica.de.

„Gesund leben dank Robotik“: Lesen Sie das komplette Interview mit Dr. Rainer Bischoff, Vice President Corporate Research, Initiator und Jury-Mitglied des KUKA Innovation Awards, und Axel Weber, Vice President Medical Robotics, KUKA im MEDICA Magazin.

 

 

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