Auto an der E-Ladestation

Elektromobilität in der Pole Position

Die Automobilbranche befindet sich in der größten Transformation ihrer Geschichte. Megatrends wie die Digitalisierung, autonomes Fahren oder die Elektromobilität bestimmen die Entwicklungen – nicht nur bei den Herstellern, sondern auch bei den Zulieferern.

Elektromobilität steht an der Schwelle zum Massenmarkt. In Deutschland hat sich im vergangenen Jahr laut Branchenverband VDA der Absatz von Elektrofahrzeugen verdoppelt. Für die Entwicklung alternativer Antriebe gibt es vor allem zwei Gründe: In den kommenden Jahrzehnten wird der Energiebedarf der Industrie- und Schwellenländer weiter steigen, gleichzeitig werden Rohstoffe wie Erdöl immer knapper. Zum anderen folgen die Automobilhersteller klimapolitischen Vorgaben zur Reduzierung von CO2.

»Angesichts dieser Vorgaben ist es eine zentrale Herausforderung der Automobilindustrie, geeignete massentaugliche Alternativen zu finden«, sagt Michael Kluger, Leiter der Geschäftsstelle Forum Elektromobilität e.V. »Elektromobilität ist kein autarkes System, sondern muss im ganzheitlichen Zusammenhang mit Themen wie Energieerzeugung, Infrastruktur und Automatisierung betrachtet werden.«

Alternative Technologien zu den klassischen Verbrennungsmotoren gibt es einige: Hybridfahrzeuge, bei denen der Verbrennungsmotor um ein Elektroaggregat ergänzt wird, alternative Kraftstoffe wie Ethanol oder mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge. Die bekannteste Technologie ist jedoch der reine batteriegestützte Elektroantrieb, der die benötigte Energie aus Energiespeichern wie Lithium-Ionen-Akkus bezieht.

Die Vorteile der batterieelektrischen Autos, so argumentieren die Befürworter, liegen in deren Effizienz. Die Speicher würden immer billiger, gleichzeitig steige die Reichweite. Das bestätigt auch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Ein wichtiger Faktor, denn die Angst, mit leerer Batterie stehen zu bleiben, hemmt den Kauf von E-Autos. Zudem bedeutet ein Anstieg der Elektro­mobilität einen deutlich steigenden Stromverbrauch.

Beim Wettbewerb der Technologien sehen Experten allen Herausforderungen zum Trotz die Elektromobilität in der Pole-Position. Sie hat das Potenzial, der neue Megatrend bei Automobilen und zentraler Bestandteil eines smarten urbanen Lebensstils zu werden. Für die kommenden Jahre haben die Hersteller eine Welle neuer Elektroautos angekündigt.

Das stellt auch die Zulieferer vor neue Herausforderungen. Denn die Herstellung von Batteriezellen und -modulen gilt als sehr komplex, die technischen Prozesse sind äußerst anspruchsvoll. Es braucht automatisierte, intelligente Anlagen und erfahrene Zulieferer für die wirtschaftliche Produktion von Batterien für E-Autos.

»Um die steigende Nachfrage in der Elektromobilität bedienen zu können, fordern Fahrzeughersteller in der Batteriemodulfertigung Qualität und automatisierte Lösungen«, sagt Dr. Joachim Döhner, Experte für Batterie­fertigung bei KUKA. »Eine enge Zusammenarbeit von Maschinenbau und Automobilindustrie ist hier zwingend erforderlich.« Automatisierung und erfahrene Zulieferer können so helfen, die größte Transformation in der Geschichte der Automobilbranche zu meistern und Mobilität fit für die Zukunft zu machen.

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