Alle Komponenten auf engstem Raum – optimale Raumausnutzung.

Die Schlüsselkombination

Von Sabine Neubauer

Branchenspezifisch, industrieerprobt und sofort einsatztauglich: Dafür stehen die verschiedenen ready2_use-Pakete. Die vorkonfigurierten Pakete lassen sich schnell und nahtlos in bestehende Produktionsanlagen integrieren. Neu aufgenommen im Produktportfolio ist der Fertigungsprozess stanznieten.

„Anwendungsorientierte Lösungen, die unseren Kunden im globalen Wettbewerb einen Vorteil verschaffen, können am besten in Zusammenarbeit mit einem Partner entwickelt werden“, erklärt Burkhard Stimmel, Portfolio-Manager bei KUKA. „So können wir unseren Kunden ein Produkt mit wirklichem Mehrwert liefern.“

Die Stanzniet-Lösung ready2_rivet, die vor allem für Anwendungen im Karosserierohbau (Body in White/BiW) eingesetzt wird, wurde gemeinsam mit Böllhoff, einem weltweit führenden Hersteller und Händler von Verbindungselementen und Montagesystemen, aufgebaut. „Die Kombination ist der Schlüssel“, weiß Stimmel. „Durch den KUKA Roboter und die Steuerung konnten wir gepaart mit dem Know-how in der mechanischen Fügetechnik unseres Partners Böllhoff eine automatisierte, flexible und schlüsselfertige Lösung entwickeln.“

Kunden profitieren dabei von einem geringen Integrationsaufwand der Stanzniet-Anwendung und deren Wandlungsfähigkeit. Wir bieten aufeinander abgestimmte und vorkonfigurierte Systeme an, die schnell einsetzbar sind und sich einfach bedienen lassen. Mit ihren für das Roboternieten optimierten Eigenschaften und den schnellen Wechseleinrichtungen für Werkzeug, Magazin oder Matrizen bieten wir die Leistung, die für alle typischen Nietaufgaben benötigt wird.

Ein wahres Multitalent

Böllhoff steuert die Technik für das Stanznieten bei. Der Roboter aus der KR QUANTEC-Serie stammt von KUKA, ebenso die Robotersteuerung KR C4. Sie überzeugt durch ihre weltweite Kompatibilität:

  • Sie arbeitet zuverlässig mit unterschiedlichen Netzspannungen und -formen, auch bei extremer Kälte, Wärme oder Feuchtigkeit.
  • Darüber hinaus versteht die KR C4 25 Sprachen – auch die wichtigsten asiatischen
  • und erfüllt alle weltweit relevanten ISO-Normen sowie US Standards.

Nachdem die Applikation bereits während der HMI auf dem Stand von Böllhoff ein Besuchermagnet war, hat sich bei der Präsentation auf der AMTS, der internationalen Automotive Manufacturing Technology & Material Show in Shanghai, die Sprachadaption als ein wichtiges Verkaufsargument gezeigt. „Die Messe in China war ein sehr guter Ansatzpunkt für die Kollegen, unser neues Produkt dem Markt zu präsentieren“, so Marco Plewe, Director Marketing Division Automotive. Und weiter: „Die Kunden hatten intensive Rückfragen zu den einzelnen Einsatz- und Bedienmöglichkeiten.“ Die konnten aber schnell beantwortet werden, denn durch das KUKA SmartPad ist die Bedienung auch für unerfahrene Anwender einfach und intuitiv. Zudem dient es der Vereinfachung der Bedienung und unterstützt die Prozesssteuerung der gesamten Anlage.

Moderne Verbindungstechnologien

Böllhoff steuert die Applikationskomponenten bei. Der Experte für die mechanische Verbindungstechnik setzt dabei auf sein bewährtes Stanzniet-Verfahren für beidseitig zugängliche Verbindungsstellen. „Der Leichtbau in der Automobilindustrie verlangt moderne Verbindungstechnologien“, sagt Horst Wittop von Böllhoff. „Mit unserem Verfahren setzen wir die Nieten in einem einzigen Arbeitsgang ohne Vorlochoperation. Gemeinsam mit KUKA konnten wir perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten realisieren.“

Die Applikation war auf der AMTS in China ein Besuchermagnet.
Die Applikation war auf der AMTS in China ein Besuchermagnet.

Nieten setzen im Zeitalter von Industrie 4.0

Die Fertigung in den Produktionshallen ist im Wandel. Gründe hierfür sind der zunehmend internationale Wettbewerb und die veränderte Marktnachfrage. Die Produktlebenszyklen werden kürzer. Das gilt natürlich auch im Automobilsektor.

Wechselnde Modellbaureihen machen flexible und schnell einsatzfähige Lösungen erforderlich.
Auch der Leichtbau, die Zukunftstechnologie, um Material und Energie einzusparen, verlangt nach Fachexpertise. Sollen beispielsweise Aluminium und Stahl verbunden werden, spielen Faktoren wie Festigkeit der jeweiligen Materialien und u. a. das Verformungsverhalten eine wichtige Rolle. Ready2_rivet ist die Antwort auf die gestellten Anforderungen. Die Stanzniet-Anwendung kann nahtlos in die bestehende Produktionsumgebung integriert werden und steigert die Produktivität und Effizienz. Es bleibt dabei auch immer wandlungsfähig und lässt sich an neue Anforderungen anpassen – ganz im Sinne von Industrie 4.0.

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