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Alles im Griff

Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KUKA haben täglich mit Zukunftstechnologien zu tun. In dieser Hinsicht legt der Bereich Logistik in Augsburg jetzt noch eine Schippe drauf: Hier wird seit Kurzem mit innovativer Wearable-Technologie gearbeitet, zum Beispiel einem smarten Handschuh der Firma ProGlove.

Das KUKA Gelände in Augsburg, Halle 8. Hier, im Wareneingang und „Supermarkt“ der Roboter-Logistik, spielt sich der Großteil des Arbeitsalltags von Ronny Richter ab – zwischen Paketen, Kanban-Kisten und Routenzügen. Seit Kurzem hat Ronny zwei neue Unterstützer: Mark und Katharina. Namen, hinter denen man zwei neue Kollegen vermuten könnte. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter aber etwas anderes.

Ein weiterer Schritt in Richtung Smart Production

Mark und Katharina sind sogenannte Wearables: vernetzte Mini-Computer, die Mitarbeiter am Körper tragen, ihnen den Arbeitsalltag vereinfachen und die über Schnittstellen mit IT-Systemen innerhalb des Arbeitsumfelds verbunden sind. Wearables können zum Beispiel Daten sammeln, verarbeiten und versenden. Ein weiterer Schritt in Richtung Smart Production, wenn man so will.

„Mark ist sozusagen ein smarter Handschuh. Laserscanner und Trigger sind bereits im Handschuh integriert. Um zum Beispiel Barcodes zu scannen, brauche ich kein zusätzliches Gerät und keine extra Handbewegung mehr. Das ist sehr angenehm“, sagt Ronny. Die perfekte Ergänzung zu Mark ist Katharina: Ein Gerät, das vergleichbar mit einer Smart Watch am Handgelenk getragen wird und das die von Mark gescannten Daten direkt ins SAP-System einspeist. Katharina befindet sich bei KUKA derzeit im Testeinsatz. Durch den Einsatz beider Geräte müssen die Mitarbeiter bei KUKA weniger Zeit für Tätigkeiten opfern, die nicht wertschöpfend sind – zum Beispiel werden Laufwege und unnötige Handgriffe eingespart. Außerdem wird die Fehlerquote minimiert.

Ergonomischer und effizienter arbeiten

„Ein kleiner Griff für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die gesamte Logistik“, fasst Markus Hirschmann, Leiter der Logistik bei KUKA, die Vorteile des Wearable-Handschuhs zusammen. „Wir arbeiten mit dem neuen System ergonomischer und deutlich effizienter als früher. Für uns ist die Produktion der Zukunft eine Smart Factory: Der Mensch steht hier im Mittelpunkt – unterstützt wird er unter anderem von Robotern. Die Zusammenarbeit mit ProGlove ist für uns ein wichtiger Schritt in Richtung Produktion der Zukunft.“

Vernetzte Fertigung in den eigenen Hallen

Entwickelt und produziert werden Mark und Katharina von der Firma ProGlove, einem Start-up aus München. Im Jahr 2016 brachte ProGlove sein erstes Produkt Mark auf den Markt: „Wir glauben an die menschlichen Arbeiter – sie werden auch im Zeitalter der Industrie 4.0 weiterhin eine wichtige Rolle spielen“, sagt ProGlove Gründer Thomas Kirchner. Aber was hat es eigentlich mit den Produktnamen auf sich?  „Das sind die Namen eines Ex-Freundes und einer Ex-Freundin unserer Mitarbeiter. Der scherzhaft tiefere Sinn dahinter ist: Man soll sich nicht in ein Produkt verlieben, denn wir entwickeln sie ständig weiter“, erklärt Kirchner.

Industrie 4.0, Big Data, Künstliche Intelligenz – bei KUKA dreht sich viel um die Produktion der Zukunft. Auch in den eigenen Hallen wird diese Vision Schritt für Schritt Realität.

Außerdem finden Sie hier ein Video zum Thema.

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