Roboterfußball und Airbag-Ideen: Was bringen Wissenschaftswettbewerbe?

Ungewöhnliche Ideen, spannende Experimente: In Wissenschaftswettbewerben auf der ganzen Welt messen sich talentierte Forscher. Die Turniere sind nicht nur unterhaltsam, sondern bieten Technologien und Talenten auch eine Plattform – und große Chancen für Unternehmen und Institute, besonders im Bereich Robotik.

Ob High-Tech-Winterquartiere für Schildkröten, gleitende Drohnen oder Alternativen zu Lithium-Ionen-Akkus: Die Bandbreite der Ideen bei Europas größtem und wohl bekanntesten Wettbewerb „Jugend forscht“ ist riesig. Ziel ist es, das Interesse der Jugendlichen für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu wecken und zu fördern. Die Teilnehmer können sich für das internationale Pendant, die Intel International Science and Engineering Fair qualifizieren. Dort winken den talentiertesten Forschern aus aller Welt Preise und Stipendien im Gesamtwert von rund vier Millionen US-Dollar. Eine große Investition, die die Bedeutung von Forschung unterstreicht.

Für Institute wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt dienen Wettbewerbe dazu, Räume für die Forschung zu schaffen, um Nachwuchs zu fördern und somit die Qualität langfristig zu sichern. Technologieunternehmen wie KUKA möchten mit Wettbewerben den Transfer von Forschung in die Industrie fördern und Innovationen vorantreiben. Gerade in der Robotik mit ihren ständig voranschreitenden Technologien und den unzähligen Möglichkeiten sind  Wissenschaftswettbewerbe ein spannendes – und sehr unterhaltsames –  Instrument.

Ein Innovationswettbewerb für die Robotik

2014 hat KUKA den Innovation Award ins Leben gerufen. Jedes Jahr bewerben sich Teams von Instituten und Universitäten aus aller Welt mit den unterschiedlichsten Konzepten zu einem vorgegebenen Thema. Eine Jury wählt die besten Teams aus. Sie haben etwa ein halbes Jahr Zeit, mithilfe von KUKA Hardware ihre Ideen in der Praxis umzusetzen. Am Ende folgt die Feuerprobe: Die Finalisten stellen ihre Projekte auf einer großen Industriemesse direkt am KUKA Stand vor. Dort kürt eine Fachjury den Gewinner des mit 20.000 Euro dotierten Preises, wie im vergangenen Jahr eine Idee für ein Airbag-System bei der Mensch-Roboter-Kollaboration.

Eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance, wie auch einer der diesjährigen Finalisten, das Team Alberta, findet: „Die Hannover Messe ist wie ein Fenster zur Zukunft, wo man die Dinge sieht, die kommen werden. Für uns ist es eine Möglichkeit, unsere Forschung nahe an die Industrie zu bringen, was normalerweise sehr schwierig ist.“ Und die Konkurrenten von Team DynaMaP freuen sich darauf, auf der größten Industriemesse der Welt Ende April 2018 den Besuchern und Experten ihr Robotik-Konzept zu zeigen und sich mit ihnen auszutauschen.

Von Industriekonzepten bis zum Roboter-Fußball

Neben dem Innovation Award unterstützt KUKA auch als Sponsor Teams in anderen Wettbewerben. Die von der EU geförderte European Robotics Challenge (EuRoC) läuft in diesem Sommer nach vier Jahren aus. Ziel dabei ist es, sich Lösungen für drei große, industrielle Herausforderungen zu überlegen. In den Kategorien „Hyperflexible working cell“, „Shop Floor Logistics and Manipulation“ und „Plant Inspection and Serving“ arbeiten die Teilnehmer mit Partnern wie dem DLR oder dem Fraunhofer Institut zusammen.

Einen anderen Schwerpunkt legt der Wettbewerb RoboCup@Work, ein Teilbereich des Roboter-Fußballwettbewerbs RoboCup. Die Robocup German Open sind der deutsche Ableger und quasi Vorläufer davon. KUKA tritt dabei als Sponsor auf, für Tim Friedrich, Entwickler in der KUKA Konzernforschung eine tolle Chance: „Beim RoboCup wird unser YouBot eingesetzt. Das gibt uns die Möglichkeit, auf einer kleineren Plattform Algorithmen zu entwickeln. Es ist in der Richtung schon einiges passiert und es ist einfach spannend zu sehen, wie weit die Performance mittlerweile ist.“ Auch in der European Robotics League ist KUKA tätig. Dort treten internationale Teams in den Bereichen Industrie-, Notfall- und Servicerobotik gegeneinander an. Europaweit finden Matches und große Turniere statt.

Austausch, frische Ideen – und eine tolle Show

So unterschiedlich die Wettbewerbe auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: „Wir kommen in direkten Kontakt mit neuen, interessanten Partnern und Kunden“, sagt Dr. Daniel Braun, Förderprojektleiter in der Corporate Research bei KUKA. „Außerdem können wir so gleich sehen, wie gut man mit unserer Software arbeiten kann und was wir vielleicht noch verbessern können. Generell sind Wissenschaftswettbewerbe auch eine prima Gelegenheit, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Institute und Firmen kommen nicht nur miteinander, sondern auch mit Partnern, Kunden und potentiellen Nachwuchsforschern mit frischen Ideen in Kontakt. Ganz zu schweigen von der tollen Show, die man dort abliefern kann.“

Infos über die Wissenschaftswettbewerbe bei KUKA finden Sie auf:

https://www.kuka.com/de-de/technologien/konzernforschung/wettbewerbe

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